Spielberichte

Samstag
Quali-Spiele:
SVD Diepoldsau – TV Brettorf 3:2 (9:11, 4:11, 11:8, 11:4, 12:12)
Brettorf hatte gegen die Schweizer vom SVD Diepoldsau schnell eine 2:0-Satzvorsprung herausspielen können. Doch dann kamen Nationalangreifer Lukas Lässer und sein Team immer besser in die Partie, während es den Brettorfern immer seltener gelang, effektiv zu punkten. Dennoch war die Chance auf den Halbfinaleinzug da für die Brettorfer: Im fünften Satz waren beide Teams wieder gleichauf, der TVB hatte mehrfach Satzball, zuletzt bei 12:11. Doch ungewohnte Nachlässigkeiten in der TVB-Abwehr und ein starkes Schweizer Angriffsduo sorgten dann für den 14:12-Satzgewinn und damit 3:2-Spielerfolg für Diepoldsau.

TV SW-Oberndorf – TuS Kremsmünster 2:3 (11:7, 8:11, 9:11, 11:9, 9:11)
Der TV Schweinfurt-Oberndorf ging gegen Raiffeisen Kremsmünster bei heißen Temperaturen über die volle Distanz. Der erste Durchgang ging an den deutschen Vizemeister, die Durchgänge zwei und drei an die Österreicher. Schweinfurt mit einem wieder einmal stark aufspielenden Fabian Sagstetter konnte noch einmal ausgleichen, lag dann im abschließenden fünften Durchgang jedoch schnell wieder klar mit 3:7 in Rückstand. Doch bei 8:8 war alles wieder ausgeglichen, auch das 9:8 gelang dem TVO noch. Den Satz- und Spielgewinn sicherte sich dann jedoch Kremsmünster mit 11:9.

Freitag:
Gruppe A:  Union Freistadt – TuS Kremsmünster 2:0
(11:5, 11:8)
In einem taktisch geprägten Spiel kann Kremsmünster gegen den Wind nur bis Mitte des ersten Satzes mithalten. Durch zwei Eigenfehler von Kronsteiner und zwei  direkte Punkten von Jean Androli gewinnen die Freistädter Satz eins deutlich. Im zweiten Satz versucht Clemens Kronsteiner mit der Angabe auch mit langen Schlägen zu punkten. Doch die kompakte Freistädter Abwehr um Michael Kreil ist nur selten in Bedrängnis zu bringen. Freistadts Androli kann mit fast jedem Rückschlag direkt punkten und führt seine Mannschaft zum sieg

Gruppe A:  TV Vaihingen/Enz – SSV Bozen 2:0 (11:7, 11:7)
Gleich der erste Ballwechsel zeigt: Der heftige Wind ist problematisch -  Bozens Zuspiel wird verweht.  Danach halten die Südtiroler zunächst ordentlich mit, ehe  Vaihingens Marc Krüger die Regie übernimmt: schöne Schläge zwischen  vorne und hinten rechts führen zu Punkten. Im zweiten Satz unterlaufen den Bozenern zu viele Fehler – in Angriff wie Abwehr. Am Ende geht es dann schnell.

Gruppe B:  TV Brettorf – TV Schweinfurt-Obendorf  0:2    (8:11, 11:13)
Brettorf startet gegen den Wind – und ohne Tobi Kläner. Jens von Seggern greift für den TVB an. Schweinfurt ist dominant, Oliver Bauer findet einen guten Mix aus kurzen und langen Schlägen, agiert sehr variabel.  Aber Florian Dworaczek und Jens Scheiffele in Schweinfurts Abwehr springen ein paar  Bälle über den Arm – Brettorf bleibt dran. Zwei Fehlangaben von Jens von Seggern sind jedoch mindestens eine  zu viel.  Den ersten Satz entscheidet Bauer mit einem feinen kurzen Ball.
Der zweite Satz beginnt mit einem Schlag ins Aus von Jens von Seggern , doch dann startet Brettorf durch: von 0:2 auf 6:2. Sichere TVB-Abwehr und wuchtige Schläge von Seggerns setzen den Bayern zu. Jetzt macht Bauer mehr Fehler.  Es zeigt sich: Wer den Wind im Rücken hat,  kommt eher zum  Erfolg.  Mitte des zweiten Satzes lässt der TVB-Druck aber nach.  Schweinfurt gleicht bei 8:8 aus und hat auch Glück (Ball auf der Linie). Im TVB-Angriff dann Licht und Schatten: Tolle Punkte von von Seggern,  Tim Lemke und  Malte Hollmann. Schweinfurts Abwehr hält jetzt aber immer mehr Bälle im Spiel.  Bei 11:12 wechselt TVB-Trainer Ralf Kreye Tobi Kläner ein – und der entscheidet mit einer Fehlangabe die Partie.

Gruppe B: ASKÖ Linz-Urfahr – STV Oberentfelden  2:0 (11:4, 11:3)
Im ersten Satz gelingt es Oberentfelden von Anfang an nicht, Druck auf die Abwehr des österreichischen Meisters aufzubauen. Der Angriff der Linzer um den Brasilianer Patrick Piermann kann somit nach Wunsch agieren, so dass Linz Durchgang eins klar gewinnt. Im zweiten Satz halten die Schweizer aufgrund guter Abwehrleistungen länger mit, aber der deutlich stärkere Angriff der Österreicher stellt auch diesmal schnell die Weichen für den Erfolg der Österreicher.

Gruppe A: Union Freistadt – SVD Diepoldsau-Schmitter   0:2 (7:11, 8:11)
Bei trockenem Wetter hat Freistadt erhebliche Probleme die Abwehr der Mannschaft aus Diepoldsau zu überwinden. Im Gegenzug punkten die Schweizer immer wieder mit harten Schlägen durch ihren Angreifer Lukas Lässer und gewinnen überraschend Satz 1 mit 11:7. Anfang des 2. Satzes führen 2 Schlagfehler der Diepoldsauer zu einer 2-Ball-Führung für Freistadt. Doch der größere Mut zum Risiko von Lukas Lässer im Vergleich zu seinem Gegenüber Jean  Andreoli wird schließlich belohnt. Die druckvollen Schläge des Schweizer Nationalspielers führen Diepoldsau zum 11:8 Sieg in Satz 2.  Die erste Überraschung des Tages!

Gruppe A: TuS Kremsmünster – TV Vaihingen/Enz  2:1 (7:11, 11:6, 11:5)
Nach einem ausgeglichenen Start übernimmt Vaihingen das Spiel. Marco Krüger punktet mehrfach kraftvoll auf vorne rechts. Clemens Kronsteiner hält mit abwechslungsreichen Schlägen dagegen: mal lang durch, mal kurze Stoppbälle – immer mal wieder ist aber auch ein Fehler dazwischen. Die Österreicher wehren drei Satzbälle ab, dann holt Vaihingen sich Durchgang eins. Auch danach sieht es nach einem Sieg der Deutschen aus, aber Kremsmünster findet jetzt ins Spiel, während Vaihingen zunehmend fahrig wirkt. Kronsteiner entscheidet Satz zwei und behält auch im dritten Durchgang die Oberhand.  Mit etlichen Angabenpunkten setzt sich Kremsmünster ab, bei 6:3 wird gewechselt. Vaihingen kommt  noch einmal heran, doch dann passieren die Eigenfehler: Fehlangaben von Krüger, und bei Marco Lochmahr springt der Ball vom Arm ins Aus. Am Ende hat Kremsmünster leichtes Spiel und dreht die Partie endgültig.

Gruppe B:  TV Brettorf – FaC Zdechovice 2:0 (11:2, 11:4)
Brettorf spielt jetzt mit Tobias Kläner im Angriff und kann sich schnell gegen die Tschechen absetzen. Zdechovice macht im 1. Satz zu viele leichte Fehler, so dass Satz 1 mit 11:2 deutlich an den TVB geht. Auch Satz 2 geht eindeutig an den TV Brettorf. Die Tschechen versuchen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu wehren, haben aber keine Chance gegen die Mannschaft des Ausrichters, die mit Beginn des 2. Satzes die komplette Abwehrreihe ausgetauscht hatte.

Gruppe B: TV Schweinfurt-Oberndorf – FBC ASKÖ Linz-Urfahr   0:2 (6:11, 9:11)
Die kompakte Linzer Truppe drängt die Schweinfurter schnell in die Defensive.  Patrick Piermann  mit kraftvollen Sprungangaben  und effektiven Rückschlägen, aber auch Bela Gschwandtner, Harald Pühringer und Mittelmann Siegfried Simon in der Abwehrreihe, die sehr wenige Bälle durchlassen, bringen die Schweinfurter zur Verzweiflung. Schrecksekunde bei den Bayern, als im zweiten Satz Oliver Bauer und Maximilian Lutz beim Erlaufen eines Stoppballes zusammenprallen. Bauer humpelt, es geht aber schnell wieder. Ein spektakulärer Preller von Fabian Sagstetter zum 5:8 ist das Signal zu einer kurzen Aufholjagd, aber letztendlich setzt Linz sich souverän und verdient durch.

Gruppe A: Union Freistadt – TV Vaihingen/Enz  2:0 (11:4, 11:7)
Eine große Andrioli-Schau: Freistadts Schlagmann präsentiert die ganze Palette des Offensiv-Faustballs. Dagegen ist in der TVV-Abwehr kein Kraut gewachsen.  Marc Krüger hält zwar gelegentlich dagegen – aber meistens mit Angaben, das heißt: Zuvor war mal wieder ein Fehler passiert. Die Union-Abwehr mit Klaus Thaller und Thomas Leitner lässt nichts anbrennen.  Die Österreicher sind absolut dominant und können im zweiten Durchgang die Zügel ein wenig schleifen lassen.

Gruppe A: SSV Bozen – SVD Diepoldsau-Schmitter  0:2 (6:11, 6:11)

Die Bozener beginnen in diesem Spiel mit Thomas Vormetz im Angriff, der jedoch für den Schweizer Vizemeister zu drucklos agiert. Somit hat der starke Angriff der Mannschaft aus Diepoldsau jederzeit die Möglichkeit nach einer Angabe der Südtiroler einen Punkt zu erzielen. Das klare 11:6 drückt die Überlegenheit der Schweizer in Satz 1 aus. In Satz 2 tauschen die Südtiroler wieder die Angriffsposition. Nach der Einwechselung  von Tobias Prudenziati kann Bozen am Anfang mithalten. Ein Übertritt bei der Angabe durch die Bozener bringt die Mannschaft aus Diepoldsau jedoch beim Stande von 5:4 auf die Gewinnerspur. Am Ende gewinnt die Truppe aus der Schweiz auch den 2. Satz mit 11:6.

Gruppe B:  TV Brettorf – ASKÖ Linz-Urfahr   1:2  (11:7, 7:11, 10:12)
Von Anfang bis Ende ein  Duell auf Augenhöhe!
Zwei Ausbälle und zwei Leinenfehler: Patrick Biermann bringt Linz im ersten Satz mit ungewohnten  Eigenfehlern in die Bredouille.  Brettorfs Tobias Kläner punktet dagegen mit variablem Leinenspiel. Mit einer unterschnittenen Kurzen bringt er Brettorf mit 9:5 entscheidend nach vorn, kurz darauf ist der Satzerfolg perfekt. Den zweiten Durchgang dominiert Linz, jetzt greift auch Maximilian Horber mit guten Angaben in die Offensive ein.  Nach zwei Fehlaufschlägen übernimmt aber wieder Piermann und baut den Linzer Vorsprung aus. An der sattelfesten österreichischen Abwehr um den starken Zuspieler Siegfried Simon beißen sich die Brettorfer die Zähne aus.  Der Satzausgleich ist zum Schluss eine klare Sache.
Durchgang drei verläuft lange  sehr ausgeglichen, keiner setzt sich zunächst ab. Nachdem Christian Kläner einen halblangen Ball erhechtet hat,  gleicht Cousin Tobi zum 5:5 aus. Malte Hollmann bringt den TVB mit einem stark unterschnittenen Stoppball noch einmal mit 7:6 in Front. Dann ist Patrick Biermann wieder erfolgreich. Mit Preller und langem Schlag auf die Grundlinie verhilft er Linz zum Matchball (10:7). Der eingewechselte Jens von Seggern mit einem As und Tobias Kläner bringen Brettorf noch einmal heran, aber von Seggerns letzte Angabe geht ins Aus  – zur  Enttäuschung der mittlerweile angewachsenen Brettorfer Fankolonie.

Gruppe B: STV Oberentfelden –  FaC Zdechovice  2:0 (11:2, 11:2)
Mit Sprungangaben versucht der tschechische Angreifer Daniel Mazal die Mannschaft aus Oberentfelden unter Druck zu setzen, aber die kompakte Abwehr der Schweizer lässt keinen Punkt zu. Nahezu jeder Angriff wird durch den Hauptangreifer Kevin Hagen aus Diepoldsau verwandelt. 11:2 ist das klare Ergebnis für Oberentfelden. Im 2. Satz zeigt die Mannschaft aus Tschechien zwar einige gute Ansätze, ist aber letztlich chancenlos gegen einen übermächtigen Gegner. Ebenfalls 11:2 endet Satz 2.

Gruppe A: TuS Kremsmünster – SSV Bozen 2:0 (11:5, 11:7)
Beide Mannschaften versuchen ihr Glück häufig mit kurz gespielten Bällen. Hierbei setzt sich das höhere spielerische Potential, insbesondere von Österreichs Nationalspieler Klemens Kronsteiner, im Laufe  des Spiels immer mehr durch. Die Bozener zeigen teilweise gute Ansätze, können aber die Österreicher nicht gefährden. 11:5 und 11:7 für Kremsmünster in den Sätzen sprechen eine deutliche Sprache.

Gruppe A: T V Vaihingen/Enz – SVD Diepoldsau-Schmitter  0:2 (9:11,  7:11)
Das Aus für Vaihingen! Nach drei Niederlagen können die Deutschen nicht mehr weiter  Die Schweizer gewinnen verdient, weil Lukas Lässer im SVD-Angriff mehr Druck und weniger Fehler macht als Marc Krüger auf Vaihinger Seite. Auf dessen meistens lange Schläge stellt sich die Dipoldsauer Abwehr schnell ein.  Der zweite Durchgang verläuft am Anfang ausgeglichen, dann setzt sich aber wieder Lässers kraftvoll-cooles Angriffsspiel durch.

Gruppe B:  TV Schweinfurt-Oberndorf – STV Oberentfelden 2:0  (13:11, 11:9)
Man merkt, dass es für die Schweizer ums Weiterkommen geht: Sie kämpfen beherzt und bringen die Schweinfurter arg in Bedrängnis. Der DM-Vierte des Vorjahres kann aber in beiden Sätzen seinen Vorsprung ins Ziel retten. Zeitgleich zum WM-Viertelfinale in der benachbarten Sporthalle fand das Spiel allerdings quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt

Gruppe B:  FBC ASKÖ Linz-Urfahr – FaC Zdechovice 2:0 (11:5, 11:2)
Kurz und knapp: Eine Klare Sache (und für den Spielbeobachter eine gute Gelegenheit, um ein bisschen Fußball zu schauen).

Gruppe A: Union Freistadt – SSV Bozen    2:0 (11:6, 11:6)
Auch dieses Spiel hatte wenig Spannung zu bieten.  Bozen war bemüht, aber spielerisch limitiert. Die Österreicher brauchten nicht volle Pulle zu gehen.

Gruppe A: TuS Kremsmünster – SVD Diepoldsau-Schmitter   2:0 (12:10, 11:7)
Ein enges Match, das die Reihenfolge in der   Gruppe A noch zur Rechenaufgabe macht. Diepoldsau verliert sein erstes Spiel an diesem Tag.

Gruppe B: TV Brettorf – STV Oberentfelden  2:0    (11:6, 11:8)
Brettorf braucht eine Weile, um ins Spiel zu finden, aber dann läuft es. Die Schweizer versuchen, über die Angabe Tobias Kläner aus dem Spiel zu nehmen, aber immer dann punktet Malte Hollmann zuverlässig. Mit dem Schlusspfiff in Rio, der Deutschland ins Halbfinale bringt, gewinnt auch der TVB den ersten Satz. Danach agiert Oberentfelden zunächst  fehlerhaft, nutzt dann aber wieder seine Chancen und macht aus einem 2:4 ein 7:4.  Und erneut dreht sich  das Spiel: Kläner und Hollmann  bringen Brettorf wieder heran, die Schweizer Angriffsbälle landen mehrfach im Aus. Ein Preller von Tobias Kläner bringt Brettorf schließlich in die Endrunde.

Gruppe B: TV Schweinfurt-Oberndorf – FaC Zdechovice  2:0 (11:5,  11:6)
Ohne große Mühe festigt Schweinfurt Platz zwei in der Gruppe. Die Tschechen wehren sich tapfer, stoßen bei dieser Veranstaltung aber an ihre faustballerischen Grenzen.

 

Bilanz Gruppe A:
Ein ganz enger Einlauf: Diepoldsau, Freistadt und Kremsmünster sind punkt- und satzgleich. Das Ballverhälltnis aus den direkten Vergleichen bring  Kremsmünster auf Platz drei, das Gesamt-Ballverhältnis entscheidet für Freistadt als Gruppensieger. Diepoldsau ist dennoch die positive Überraschung der Vorrunde – Vaihingen ist die negative! Bozen hat achtbar mitgespielt.

Bilanz Gruppe B:
Linz-Urfahr gewinnt völlig verdient und ungeschlagen die Gruppe. Die Österreicher hinterlassen einen ganz starken Eindruck. Die beiden deutschen Teams müssen sich gewiss steigern, wenn sie in der Endrunde bestehen wollen. Gut, dass der Lokalmatador noch im Rennen ist: Brettorf trifft als Dritter am Sonnabend auf SVD Diepoldsau und wird dann sicherlich noch von deutlich mehr Fans unterstützt werden als am Freitag. Das zweite Qualifikationsspiel  bestreiten  Schweinfurt und Kremsmünster.

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